KUNSTSAMMLUNG

Die kunst- und kulturhistorisch einzigartige Wredowsche Kunstsammlung verdankt ihr Entstehen wahrscheinlich der im 19. Jahrhundert üblichen Vorbildersammlung von kunstgeschichtlichen Anschauungsbeispielen aller Art. Wredow benötigte für seine künstlerische Aus- und Weiterbildung als Bildhauer Anschauungsmaterial, das man zur damaligen Zeit sammeln mußte. Wie die Wredow‘sche Kunstsammlung im einzelnen zusammengekommen ist, ist heute kaum noch nachvollziehbar. Wredows besonderen Sammelgebiete waren die deutsche Grafik vom 15. bis 19. Jahrhundert mit Werken von Dürer, Cranach und weniger bekannten niederländischen, italienischen und französischen Künstlern. Ab 1872 legte Wredow großen Wert auf Vielseitigkeit. Er kaufte Werke verschiedener Epochen und Stile. Sie sollten vor allem als Anschauungsmaterial für die Zeichenschule in Brandenburg dienen. In dieser Zeit legte er auch eine große Ornamentsammlung an, die etwa 3000 Blätter umfaßt.

Nach Wredows Tod wurde die Kunstsammlung komplett an die Wredow‘sche Zeichenschule vererbt. Die schwierigen Jahre nach dem ersten Weltkrieg führten zu einer Aufzährung des Stiftungsvermögens. Die Sammlung blieb erhalten, aber mit teilweise großen Verlusten. Während der Schließung der Schule verwaltete das Städtische Museum die Sammlung. Nach Reaktivierung der Stiftung wurde der Bestand erfaßt und in Sonderausstellungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

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