AUGUST J. WREDOW

WredowKaum Jemandem, der über die Berliner Schloßbrücke geht, ist bekannt, dass die dort stehende Siegesgöttin, die einen gefallenen Helden zum Olymp emporträgt, von dem 1804 in Brandenburg an der Havel geborenen August Julius Wredow stammt.

August Julius Wredow verbringt seine Kinder- und Jugendjahre hauptsächlich in Berlin, sie sind glücklich und prägend für sein späteres Leben. Sein künstlerisches Talent wird stark von der Mutter gefördert. Als Schüler Daniel Rauchs, von Gottfried Schadow in der Berliner Akademie der Künste aufgenommen, ein Freund Thorwaldsens, hat Wredow in der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts seinen festen Rang.

Mehrere Jahre verbringt Wredow in Italien. In dieser Zeit sammelt er zahlreiche Inspirationen und entwirft viele seiner bekanntesten Skulpturen. Wredows künstlerisches Schaffen ist geprägt vom Zeitgeist des 19. Jahrhunderts. Als klassischer Vertreter des Naturalismus sind Wredows Werke bestimmt von Detailtreue und Realitätsnähe.

Im Alter von etwa 40 Jahren beschäftigt sich Wredow mit Entwürfen und Ausführungen von Objekten für den preußischen und bayrischen König sowie den russischen Zaren. Die Akademie der Künste zu Berlin beruft ihn zum Professor.

Im Alter von 86 Jahren verstirbt Wredow 1891 in Berlin. Er hinterläßt zahlreiche Werke und eine umfassende Kunstsammlung. Den historischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts ist es geschuldet, dass Wredow weitgehend in Vergessenheit geriet.