WREDOW-STIFTUNG

Der Zeichenlehrer August Köpke gründete im Jahre 1870 die gewerbliche Zeichenschule in Brandenburg an der Havel. Deren Zielsetzung war es, Handwerkern, Gewerbetreibenden und Interessierten eine ansprechende materialgerechte Gestaltung von industriellen und handwerklichen Produkten zu lehren. Außerdem war ihm daran gelegen, den allgemeinen Kunstsinn zu fördern. Der Bildhauer Wredow unterstützte die Zeichenschule von Anbeginn mit Geld, Unterrichtsmitteln und Kunstgegenständen aus seiner Sammlung. So erhielt die im Bau befindliche Ausbildungsstätte 1872 den Namen ihres Stifters und nahm am 11. November 1878 im neuen Schulgebäude – am heutigen Wredowplatz 1 – den Unterricht auf.

Im Stiftungsstatut vom 12. Januar 1883 entwarf Wredow das Profil der Zeichenschule, welches am 16. März 1883 von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt wurde.

Während der Kriegsjahre konnte der Unterrricht nur eingeschränkt fortgeführt werden. Zwischen 1946 und 1990 war die Schule gänzlich stillgelegt. Erst am 13. September 1990 erweckt der Verein „Förderkreis Kunstschule Brandenburg“ unter dem Gründungsmitglied Horst Wall die Einrichtung zu neuem Leben. Seit 1996 hat die Zeichenschule wieder ihren angestammten Sitz am Wredowplatz in Brandenburg an der Havel. Die Einrichtung befindet sich in der Trägerschaft der Stiftung Wredow‘sche Zeichenschule, das Gebäude ist Eigentum der Stiftung.

Die Wredow‘sche Zeichenschule richtet sich heute hauptsächlich an Kinder und Jugendliche mit kreativem Interesse sowie an Handwerker der Region. Das Angebot der Schule ist modern und breit gefächert. Zeichnen, malen, plastisches und experimentelles Gestalten, Kommunikationsdesign und Grafik sind heute Inhalte des Unterrichts. Seit 2000 finden auch wieder Kurse für Handwerker statt. „Die Akademie für Gestaltung im Handwerk“ wurde mit Erfolg angenommen.